Kurz darauf verstarb Sip Hoekstra plötzlich an einem Herzinfarkt in seinem geliebten Fiesch in der Schweiz. Niemand hatte dieses Szenario vorausgesehen: Die Banken, die die Finanzierung der Übernahme regelten, das Personal, die Familie, alle waren durch den Verlust des Eckpfeilers von WEMO am Boden zerstört. Er regierte mit strenger, aber fairer Hand; man konnte entweder mit ihm zusammenarbeiten oder nicht, aber es dauerte nicht lange. Das von ihm aufgebaute WEMO war ein eng verbundenes und hart arbeitendes Team, und sein Verlust war für viele bedeutend.
Kurz vor seinem Tod hatte Sip den größten Auftrag aller Zeiten an Chicago Metallic in Belgien verkauft. Es handelte sich um eine 60 Meter lange Linie zur Herstellung von Aluminiumdeckenplatten, einschließlich Lackierung. Chicago Metallic organisierte eine posthume Ehrung, bei der eine emotionale Ria Hoekstra und ihre beiden Söhne die Ehrung im Namen von Sip entgegennahmen. Sip sagte immer: „Man muss sich gut um das Zuhause kümmern, dann sind die Mitarbeiter immer bereit, Überstunden zu machen.“ Die Rede seiner Frau enthüllte, wie viel er sowohl Freude als auch Leid geteilt hatte.
Rob hatte jedoch noch nicht genug Erfahrung, um WEMO eigenständig zu führen, was zu einer turbulenten Zeit mit verschiedenen Interim-Managern und externen Direktoren führte. Ein Interim-Manager, der daran gewöhnt war, Unternehmen zu reorganisieren, fand bei WEMO ein volles Auftragsbuch für drei Jahre und Bargeld auf der Bank vor. Sein Vorschlag, einen Hubschrauber für schnellere Transporte anzuschaffen, wurde freundlich, aber bestimmt abgelehnt.
Schließlich ergriffen die Hoekstra-Brüder die Initiative. Rob arbeitete bereits bei WEMO als Systemintegrator und Anteilseigner, während Paul seine Karriere bei WEMO nach seiner Rückkehr aus Antwerpen begann. Es gab viel aufzuräumen und richtigzustellen; das Team leistete gute Arbeit, aber die Führung benötigte Aufmerksamkeit.
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